Aktuelles

Kirchenkreistag konstituiert sich

Am Mittwoch, 13. März, traf sich der Kirchenkreistag (KKT) des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Harlingerland zu seiner konstituierenden Sitzung im Gemeindehaus der Kirchengemeinde Esens. Begrüßt wurden die Mitglieder von der neuen Superintendentin Eva Hadem. Sie war am 24. Februar in ihr neues Amt eingeführt worden. Sie begrüßte die Mitglieder, hielt die Andacht und informierte dann über Aufgaben und Ziele des Kirchenkreistages und seiner Gremien sowie des Kirchenkreisvorstandes.
Der Kirchenkreis ist gut aufgestellt, erläuterte Hadem zu Beginn der Sitzung. Die hohe Verbundenheit der Menschen im Harlingerland mit der Kirche vor Ort ist ein Schatz, den es zu pflegen gilt. In den Kirchengemeinden wird Glauben gelebt und lebendig gestaltet. Mit der Trägerschaft für 15 Kindertagesstätten, einem gut aufgestellten Diakonischen Werk, der Ev. Jugendbildungsstätte Asel und der Urlauberarbeit hat der Kirchenkreis dazu sein eignes Profil in den vergangenen Jahren klug ausgebildet.
 
Schwerpunkt der Sitzung war eine Reihe von Wahlen. An erster Stelle stand dabei die geheime Wahl des Vorsitzenden des Kirchenkreistages. Gewählt wurde Ernst-Ludwig Becker. Becker hatte dieses Amt bereits drei Jahre inne. Er bedankte sich für das Vertrauen und übernahm danach die Leitung der Sitzung. Zusammen mit seiner Stellvertreterin Karin Emken sowie den Beisitzern Christian Cordes, Rainer Hinrichs und Manfred Post bildet er für die nächsten drei Jahre den Kirchenkreistagsvorstand. Neu besetzt wurde auch der Kirchenkreisvorstand, der die Geschäfte des Kirchenkreises zwischen den Kirchenkreistagen führt und von Superintendentin Eva Hadem geleitet wird. Seine Arbeit wirkt sich auf rund 37.400 Gemeindeglieder der evangelisch-lutherischen Kirche im Kirchenkreis in ihren 28 Kirchengemeinden und der Kapellengemeinde Blersum aus. Er ist unter anderem verantwortlich für etwa 150 Mitarbeiter, 26 Pastorinnen und Pastoren – und ein Haushaltsvolumen von knapp 6 Millionen Euro. In den Kirchenkreisvorstand wurden aus dem Kreise der Nichttheologen gewählt: Hugo Baack (Esens), Imke Heyen (Reepsholt), Elke Köhler (Spiekeroog), Joachim Kreuzer (Roggenstede), Gerhard Lübbers (Leerhafe), Ella Theesfeld (Westerholt). Als Theologen gehören die Pastorinnen Astrid Jürgena (Westerholt) und Kerstin Tiemann (Gödens/Horsten) sowie Pastor Thomas Thiem (Ardorf/Wittmund) dem Kirchenkreisvorstand an.
Des Weiteren ging es um die Bildung von Ausschüssen des Kirchenkreistages, in denen die Hauptarbeit für die nächsten sechs Jahre geschehen soll. Besonders begehrt war diesmal der Immobilienausschuss, der vor allem die Mittel des Kirchenkreises für Bau- und Sanierungsmaßnahmen an den Kirchen, Gemeindehäusern und Pfarrhäusern verteilt, die auf Antrag der Kirchengemeinden die örtlichen Baumittel ergänzen. Ebenfalls um viel Geld geht es im Finanz- und Stellenplanungsausschuss. Er schlägt vor, welche Stellen wo errichtet und gestrichen werden und bereitet den Haushalt des Kirchenkreises vor. Neu gebildet wurden auch der Schul- und Jugendausschuss und der Diakonieausschuss, um die wesentlichen Säulen des Kirchenkreises in der inhaltlichen Arbeit zu begleiten.
Auf Ebene des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreisverbandes Ostfriesland -Nord musste der Verbandsvorstand neu besetzt werden. Der Verband ist verantwortlich für die Kindertagesstätten, die Fachambulanz Sucht und das Kirchenamt der drei Kirchenkreise Aurich, Norden und Harlingerland mit Sitz in Aurich. Neben Superintendentin Hadem gehören Pastor Thomas Thiem und Ella Theesfeld dem Verbandsvorstand an.
Am Ende eines langen Wahlabends dankte der neue Vorsitzende Ernst-Ludwig Becker allen Beteiligten für die reibungslose Durchführung der Wahl. Zu den Wahlergebnissen erklärte Superintendentin Eva Hadem: „Ich freue mich, dass alle Gremien und Ausschüsse fachkundig besetzt wurden. Nun können wir alle zusammen in die inhaltliche Arbeit für unseren Kirchenkreis starten.“

 

Schnittmuster von Kirche weiterentwickeln

Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr (3.v.l.) führte gemeinsam mit Pastorin Andrea Schridde aus Bremerhaven (von links), Almuth Wirdemann vom Kirchenvorstand, dem Vorsitzenden des Kirchenkreistages, Ernst-Ludwig Becker, und dem stellvertretenden Superintendenten, Pastor Torsten Nolting-Bösemann, Eva Hadem (3.v.r.) in ihren Dienst als Superintendentin des Kirchenkreises Harlingerland in der St. Magnus Kirche in Esens ein. (Foto: Heike Pendias)

öso. Esens. Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr führte Eva Hadem in ihr Amt als Superintendentin des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Harlingerland ein. „Herzlich willkommen, Frau Superintendentin!“, sagte Regionalbischof Klahr zum Abschluss der Einsegnung im Festgottesdienst. Daraufhin begrüßten die vielen Gottesdienstbesucher in der St.-Magnus-Kirche in Esens die 46-Jährige mit Applaus.

„Sie mögen Land und Leute und bringen viele unterschiedliche Gaben und Kompetenzen mit, auf die wir uns hier im Kirchenkreis und im Sprengel freuen!“, sagte Klahr. Der Landessuperintendent sprach über ein Bibelwort, das Eva Hadem sich ausgesucht hatte: „Denn ihr sollt in Freuden ausziehen und in Frieden geleitet werden.“ (Jesaja 55,12a)
„Mutig und in Freude erste Schritte in ein neues Aufgabenfeld zu gehen, zeichnet unseren Glauben aus. Wir vertrauen darauf, dass Gott uns mit Freuden Schritte gehen lässt und unseren Weg begleitet“, so der Regionalbischof.
 
Schnittmuster von Kirche weiterentwickeln
„Kirche bleibt Kirche, und wird doch immer wieder neu Kirche, weil wir nicht müde werden, Skizzen zu entwerfen, zu verwerfen, auszuprobieren, noch eine Naht zu ändern oder bei der alten zu bleiben“, sagte die neue Superintendentin in ihrer Predigt und erinnerte damit an den jüngst verstorbenen Modeschöpfer Karl Lagerfeld. Dessen Gabe, Bestehendes mit jeder Kollektion zu neuem Leben zu erwecken, wäre ein Gewinn.
„Ich bin gespannt auf die Schnittmuster von Kirche, die wir gemeinsam im Harlingerland sichten und weiterentwickeln im Vertrauen darauf, dass am Ende Gott allein die Herzen öffnet“, so Hadem.
 
Herzlicher Empfang
Beim anschließenden Empfang überbrachte Esens Bürgermeisterin Karin Emken die Grüße der Stadt sowie der Samtgemeinde Esens. „Wir freuen uns darauf, das vertrauensvolle Verhältnis zwischen Rathaus und Kirche weiterzuführen.“
Für den Landkreis begrüßte Landrat Holger Heylmann die Superintendentin. „Fühlen Sie sich in unserem Landkreis zu Hause. Mit Ihnen zusammen möchten wir alles dafür tun, dass das Miteinander im Landkreis ein Menschliches bleibt.“ Heylmann schaut dabei zuversichtlich in die Zukunft.
Superintendent Gerd Bohlen aus Rhauderfehn sprach für den Kreis der Superintendenten im Sprengel Ostfriesland-Ems und hieß Hadem auf humorvolle Weise herzlich willkommen. 
Pastor Herbert Follrichs und Pastorin Kerstin Tiemann brachten für den Kreis der Pastoren und Diakone aus dem Kirchenkreis die Freude auf die Zusammenarbeit zum Ausdruck. Diakon Matthias Conrad sprach für die Mitarbeitervertretung und Pastor Thomas Arens für den Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Esens-Fulkum.
René Weiler-Rodenbäck vom Kirchenkreisvorstand freute sich darauf, die Herausforderungen gemeinsam mit neuen Ideen anzugehen und bedankte sich bei allen Mitarbeitenden, die den Kirchenkreis während der Vakanzzeit „in ruhiger See“ gehalten hätten.
„Es ist ein beruhigendes Gefühl, eine gute Wahl getroffen zu haben. Heute beginnt eine hoffentlich lange gemeinsame Wanderung durch die Arbeit in unserem Kirchenkreis“, sagte Ernst-Ludwig Becker als Vorsitzender des Kirchenkreistages.
Die neue Superintendentin bedankte sich für die überall zu spürende herzliche Begrüßung, die vielen freundlichen Zeichen des Willkommens und für die Vorbereitung und Gestaltung des besonderen Nachmittags. Sie schloss sich dem Dank von Weiler-Rodenbäck an und dankte namentlich den stellvertretenden Superintendenten, Pastorin Kerstin Tiemann und Pastor Torsten Nolting-Bösemann, der Ephoralsekretärin Andrea Bartels und Susanne Gronewold vom Kirchenamt in Aurich für alle Arbeit in der Vakanzzeit und jetzt zu ihrem Dienstbeginn.
Zwei Blumensträuße gingen an ehrenamtlich Mitarbeitende. Superintendentin Hadem verabschiedete mit einem herzlichen Dank Susanne und Hermann Voss (Langeoog) und René Weiler-Rodenbäck (Werdum) aus ihrer langjährigen Mitarbeit im Kirchenkreisvorstand.
 
Informationen zur Person
1972 in Verden/Aller geboren ist Eva Hadem in Langwedel und in Syke zur Schule gegangen. Sie studierte Evangelische Theologie in Bethel, Bonn und Berlin, zudem ein Jahr Jüdische Studien am Leo Baeck College in London.
Ihr Vikariat absolvierte sie im Ökumenischen Gemeindezentrum St. Stephanus in Lüneburg.
 
Als Pastorin tätig war Hadem in Freiburg/Elbe (2002-2005) und in Ledeburg-Stöcken, Hannover (2005-2007), 2007 auch als Stellvertretende Superintendentin im Amtsbereich West in Hannover. Danach Studieninspektorin am Predigerseminar der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers im Kloster Loccum. Elf Jahre lang war sie Autorin für Morgenandachten beim NDR.
Ab Mai 2014 arbeitete sie als Leiterin des Lothar-Kreyssig-Ökumenezentrums in Magdeburg und Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.
Zudem engagierte sie sich in unterschiedlichen Gremien, unter anderem seit 2015 als Mitglied der II. Landessynode der Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) und Vorsitzende des Ausschusses für ökumenische, gesamtkirchliche und Öffentlichkeitsfragen und bis 2017 Mitglied des Rates des Lutherischen Weltbundes für die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland.
Die Theologin ist verheiratet mit Dr. med. Johannes Hadem, der am 1. Juni eine Hausarztpraxis in Großheide eröffnet.

 

Kirchenkreistag Harlingerland beendete Legislaturperiode

Bild oben: Eine festliche Tafel erwartete die Mitglieder des Kirchenkreistags zum Abschluss ihrer Legislaturperiode
 
Bild unten: Sie waren am längsten Mitglieder des Kirchenkreistages: Ruth Thurm, Friedeburg (36 Jahre) und Pastor Jürgen Neese, Reepsholt (24 Jahre - 2.v.r.) - umrahmt von Kirchenkreistagsvorsitzenden Ernst-Ludwig Becker (l.) und Stellv. Superintendenten Torsten Nolting-Bösemann (r.)
(FOTOS: Anneus Buisman)
 

Abschiedsfeier mit Ehrungen und Schnirtje-Braten

 
Harlingerland/Esens UIS Die stellvertretende Superintendentin des Kirchenkreises Harlingerland, Pastorin Kerstin Tiemann, Horsten, gab das Motto des Abends vor: „heute heißt es Abschied feiern“. So formulierte sie es in der Eröffnungsandacht in der Esenser St.-Magnus-Kirche. 
 
Ein letztes Mal in seiner sechsjährigen Legislaturperiode waren die Mitglieder des Kirchenkreistages zusammengekommen. Im kommenden Jahr wird sich ein neuer Kirchenkreistag aus den neu gewählten Kirchenvorständen konstituieren. Ihm gehören überwiegend von den Kirchengemeinden des Kreises entsandte Kirchenvorsteherinnen– und Kirchenvorsteher an. Im Parlament des Kirchenkreises beraten und beschließend sie über die Finanzen, den Stellenplan, gemeinsame Vorhaben– und Veranstaltungen, über die Organisation von Kindergärten und Beratungsstellen, über zeitaktuelle Themen und vieles andere mehr.
 
An diesem Abend aber wollte man es sich einmal gutgehen lassen. Im Esenser Gemeindehaus traf man sich an einer langen Tafel zum Schnirtje-Braten. Ein kleines Dankeschön für langjähriges Engagement.
 
Einige Formalitäten wurden schnell erledigt, so mussten vier Mitglieder der Versammlung für den Ausschuss nominiert werden, der im Sprengel Ostfriesland-Ems die Kandidatenliste zur Wahl der Landessynode in Hannover aufstellt. 
 
Breiten Raum nahm der Dank ein, den Kirchenkreistagsvorsitzender Ernst-Ludwig Becker, Wittmund, mit einer Rückschau auf die abgelaufene Zeit begann. Insgesamt kam das Gremium zwanzig Mal zusammen. Neben aktuellen Themen wurden in langen Beratungen Grundstandarts entwickelt, die beschreiben, was im Kirchenkreis und seinen Gemeinden die Schwerpunkte der Arbeit sein sollen. Finanziell wurde der Kirchenkreis zukunftsfest gemacht und mit Pastorin Eva Hadem eine neue Superintendentin gewählt, die am 24. Februar 2019 um 15 Uhr in Esens in ihr Amt eingeführt wird.
 
Stellvertretender Superintendent Torsten Nolting-Bösemann, Carolinensiel und Funnix, rief dann die scheidenden Kirchenkreistagsmitglieder in verschiedenen Abstufungen nach vorn. Zunächst die, die eine Legislaturperiode dabei waren, dann jene, die zwei und mehr mitgearbeitet hatten. Es gab eine Urkunde und als Anstecknadel einen Fisch, Zeichen der Christen aus der Anfangszeit ihrer Bewegung. Für viele aber war es nur ein Abschied für kurze Zeit, 60 % gehören auch dem neu sich bildenden Kirchenkreistag wieder an.   
 

Kirchenvorstehertag in Esens

Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr begrüßte gemeinsam mit Pastor Dietrich Neemann (von links), Pastorin Kerstin Tiemann und Susanne Gronewold, stellvertretende Amtsleiterin im Ev.-luth. Kirchenamt Aurich, die Teilnehmer des Kirchenvorstehertages in der St. Magnus-Kirche in Esens. (Foto: Anneus Buisman)

Regionalbischof Klahr dankt Kirchenvorstehern

öso. Esens. Der Evangelisch-lutherische Kirchenkreis Harlingerland hatte seine Kirchenvorstände am 20. Oktober 2018 von 9 Uhr bis 15 Uhr zu einem Kirchenvorstehertag unter dem Motto „Chef oder Chefin sein im Haus des Herrn“ in die St. Magnus-Kirche und in das Gemeindehaus am Kirchplatz in Esens eingeladen. 70 Teilnehmer von den Inseln Langeoog und Spiekeroog bis nach Horsten und Neustadtgödens sind der Einladung gefolgt.

In dem Gottesdienst zu Beginn hielt Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr die Predigt. „Mit der Liebe beginnt alles“, so Klahr. Auch eine Chefin oder ein Chef brauche Liebe zu den Menschen und zur Einrichtung, die zu leiten ist. Das gelte gleichfalls für den Kirchenvorstand. „Wer in der Kirche mitentscheidet weiß, dass Gott uns zur Mitarbeit beauftragt und segnet.“ Und Klahr weiter: „Ihre Aufgabe in der Leitung der Gemeinde ist auch ein öffentliches Amt. Ich danke Ihnen, dass Sie ihre Zeit und ihre Gaben zur Verfügung stellen, um unsere Gemeinden und unsere Kirche so ideenreich und fröhlich mitzugestalten.“

„Nach den Wahlen im März und der Einführung der neuen Kirchenvorstände im Juni wollten wir den neuen Kirchenvorstehern, die Möglichkeit geben, einen Einblick in die unterschiedlichen Aufgabenbereiche eines Kirchenvorstands zu bekommen und vor allem einen Blick für die Leitungsfunktion dieses Gremiums“, sagte die stellvertretende Superintendentin, Pastorin Kerstin Tiemann aus Horsten, und freute sich, dass so viele an diesem Informationstag teilnahmen. Gemeinsam mit der stellvertretenden Amtsleiterin des Evangelisch-lutherischen Kirchenamtes in Aurich, Susanne Gronewold, gab Pastorin Tiemann eine Einführung in kirchliche Strukturen und Aufgabenverteilungen. 

Zudem wurden acht Workshops zu folgenden Themen angeboten: Kirchenvorstand als Arbeitgeber, Verantwortung für die Gebäude, Grundstücke und Pachten, Friedhof, Konfirmanden- und Jugendarbeit, Aufgaben von Kirchenvorstehern im Gottesdienst, menschenfreundliche Gottesdienste feiern, Kirche und Geld. 

Vorbereitet wurde der Kirchenvorstehertag von einem Vorbereitungsteam um Pastorin Kerstin Tiemann, Susanne Gronewold und Pastor Dietrich Neemann.

Der Kirchenvorstand ist das zentrale Leitungsgremium jeder Kirchengemeinde. Er trägt gemeinsam mit den Geistlichen die Verantwortung vor Ort, wird für jeweils sechs Jahre gewählt und setzt sich aus gewählten und berufenen Mitgliedern zusammen.

Der Kirchenkreis Harlingerland umfasst 28 Kirchen- und Kapellengemeinden mit 38.000 Gemeindegliedern.

Eva Hadem zur Superintendentin des Kirchenkreises Harlingerland gewählt

Über die Wahl von Pastorin Eva Hadem aus Magdeburg zur neuen Superintendentin des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Harlingerland freuten sich (v. lks.) der Vorsitzende des Kirchenkreistages und des Wahlausschusses Ernst-Ludwig Becker, der Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr, die beiden stellvertretenden Superintendenten Kerstin Tiemann und Torsten Nolting-Bösemann (Foto: Heike Pendias)

öso. Wittmund. Der Kirchenkreistag des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Harlingerland hat Pastorin Eva Hadem aus Magdeburg im ersten Wahlgang zur Superintendentin gewählt. Außer ihr stand Pastor Wolfgang Ritter (57) aus Emden zur Wahl.
„Wir können uns sehr freuen, dass sich für diese Wahl in der Nachfolge von Angela Grimm als Superintendentin des Kirchenkreises Harlingerland zwei sehr kompetente Theologen und Seelsorger zur Wahl gestellt haben“, sagte Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr. „Beiden gebührt mein Dank, dass sie bereit waren, für dieses besondere Leitungsamt unserer Kirche zu kandidieren. Eva Hadem wird nun die zukünftige Superintendentin des Kirchenkreises Harlingerland sein. Ihr gratuliere ich herzlich zur Wahl und wünsche ihr Gottes Segen für die neue Aufgabe. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihr zum Wohle unseres Sprengels und unserer Kirche.“
Der Vorsitzende des Kirchenkreistages und des Wahlausschusses, Ernst-Ludwig Becker, sagte: „Wir hatten zwei hervorragend qualifizierte Bewerber. Uns ist die Wahl schwer gefallen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit der neuen Superintendentin.“
„Nach all den guten Begegnungen während des Wahlverfahrens freue ich mich sehr, dass ich gewählt worden bin und zukünftig mit den Menschen im Kirchenkreis Harlingerland arbeiten darf“, sagte die frisch Gewählte den Kirchenkreistagsmitgliedern und dankte den überwiegend ehrenamtlich Tätigen für ihr Vertrauen und ihr Engagement in diesem Leitungsgremium.
 
Eva Hadem (45) ist Leiterin des Lothar-Kreyssig-Ökumenezentrums in Magdeburg und Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Hadem war bis 2014 als Pastorin in der Landeskirche Hannovers tätig, davon sechs Jahre als Studieninspektorin des Predigerseminars in Loccum. 
1972 in Verden/Aller geboren ist Eva Hadem in Langwedel und Syke zur Schule gegangen. Sie studierte Theologie in Bethel, Bonn, London und Berlin. Als Pastorin tat sie ihren Dienst in den Gemeinden Freiburg/Elbe und Ledeburg-Stöcken/Hannover. Die Theologin ist verheiratet mit Dr. med. Johannes Hadem. 
 
Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr wird sie voraussichtlich im Februar 2019 in einem Gottesdienst in das Superintendentenamt einführen. 
 

Der Kirchenkreis Harlingerland umfasst 28 Kirchen- und Kapellengemeinden mit 38.000 Gemeindegliedern. 

 

Besuch auf Deutschlands 1. Fairtrade Insel

Mitglieder der Kirchenkreiskonferenz des Harlingerlandes im Eine-Welt-Laden der Kirchengemeinde Langeoog, in dem unter ehrenamtlicher Leitung fair gehandelte und ökologisch schonend produzierte Produkte angeboten werden. (FOTO: Anneus Buisman)

Pastoren und Diakone informieren sich bei Langeooger Kirchengemeinde

Harlingerland/Langeoog UIS  Seit dem 11.4.2012 darf sich die Insel Langeoog „1. Deutsche Fairtrade Insel“ nennen. Den Titel erhält ein Ort, wenn proportional zur Einwohnerzahl eine bestimmte Anzahl an Geschäften, Hotels, Restaurants und Cafés Fairtrade-Produkte verarbeitet oder verkauft.Im Mittelpunkt dieser Bewegung steht die ev.-luth. Kirchengemeinde und Inselpastor Christian Neumann. Anlässlich einer Arbeitstagung der Kirchenkreiskonferenz Harlingerland, zu der Pastorinnen und Pastoren sowie Diakonin und Diakon des Kirchenkreises sich einmal im Monat treffen, informierte Neumann über die Anstrengungen der Kirchengemeinde, einen schonenden und nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen der Erde umzusetzen. Mehr und mehr versuche man bei dem, was die Kirchengemeinde selber verbrauche und nutze, auf nachhaltig, naturschonend und fair produzierte Produkte zurückzugreifen. Seine Erfahrung sei, dass, wenn am Ende des Jahres abgerechnet werde, nur unwesentlich mehr Geld dafür ausgegeben werden müsse. Das sei es aber wert. So können man leben und umsetzen, was man als Kirche predige: Die Bewahrung der Schöpfung und Gerechtigkeit unter den Menschen. Viele Insulaner und Gäste seien bereit, die Kirchengemeinde auf diesem Kurs zu unterstützen.

Neumann: „Wenn man, wie wir auf Langeoog, von der Natur lebt, dann bekommt man ein besonderes Gespür dafür, was ihr schadet und was ihr hilft.“ Deshalb werbe die Kirchengemeinde auch für ihr Projekt und hoffe darauf, dass es weitere Kreise zieht. Manchmal müsse man auf dem Weg auch Erfahrungen sammeln. So sei eine ökologisch einwandfrei produzierte Bratwurst bei einem Gemeindefest geschmacklich nicht der Renner gewesen, beim nächsten aber habe man vorgekostet und eine schmackhafte, hochwertige Bio-Wurst servieren können. Das gesamte Gemeindefest konnte dann mit ökofairen Produkten durchgeführt werden. Bei einer Blindverkostung von vier Tees, von denen zwei aus fairem Bio-Anbau stammten, hätte geschmacklich einer von ihnen die Nase vorn gehabt, vor den beiden gängigen Handelssorten.

Die stellvertretende Superintendentin Kerstin Tiemann (Horsten und Neustadtgödens), die in der superintendentenlosen Übergangszeit gemeinsam mit ihrem Kollegen Torsten Nolting-Bösemann (Carolinensiel und Funnix-Berdum), die Geschicke des Kirchenkreises leitet, betonte, dass das Langeooger Beispiel auch für andere Gemeinden und darüber hinaus Mut mache, sich auf den Weg zu einem schonenderen Umgang mit den Gütern dieser Erde und ihren Menschen zu machen.

 

Regionalbischof Klahr verabschiedet Superintendentin Grimm

Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr entpflichtete Angela Grimm von ihren Aufgaben als Superintendentin des Kirchenkreises Harlingerland und als Pastorin der St.-Magnus Kirchengemeinde Esens in der St.-Magnus-Kirche Esens. (FOTO: Heike Pendias)
Festgottesdienst in Esens
 
öso. Esens. Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr entpflichtete Angela Grimm in einem Festgottesdienst in der St.-Magnus-Kirche in Esens von ihren Aufgaben als Superintendentin und Pastorin. 13 Jahre lang war Angela Grimm (56) als Superintendentin des Kirchenkreises Harlingerland und als Pastorin der St. Magnus-Kirchengemeinde in Esens tätig. Die Theologin war zuständig für etwa 38.000 Gemeindeglieder in 28 Kirchen- und Kapellengemeinden. Ab August übernimmt Grimm als Direktorin die Leitung des Seelsorgezentrums der Landeskirche in Hannover. Seit 2014 ist die Superintendentin Mitglied der 25. Landessynode der Landeskirche Hannovers und dort im Landessynodalausschuss und im Verfassungsausschuss tätig. Seit 2016 leitet sie den Seelsorgeausschuss der Vereinigten Evangelisch-lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD). Grimm hat neben ihrer Leitungstätigkeit eine abgeschlossene Seelsorge-, Supervisions- und Kursleitungsausbildung und ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Pastoralpsychologie.
 
„Sie haben diesen Kirchenkreis mit großer Kompetenz und Freude geleitet“, sagte Regionalbischof des Sprengels Ostfriesland-Ems den 450 Gottesdienstbesuchern. „Wir haben Ihr klares Wort, den Humor und Ihr vielseitiges Wirken in unserem Sprengel sehr geschätzt und werden Sie vermissen. Persönlich bin ich Ihnen für das gute Miteinander in all den Jahren sehr dankbar. Wir lassen Sie nur ungern weiterziehen, wissen aber, dass Sie für die neue Aufgabe der Direktorin am Seelsorgezentrum die richtige Wahl sind. Sie werden uns in Ostfriesland fehlen, aber Sie werden eine gute Botschafterin für diese Region in Hannover sein“, so Klahr.
Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes hatte der Bläserkreis Harlingerland unter der Leitung von Kantorin Renate Schühle und die Kantorei der St.-Magnus-Kirchengemeinde Esens unter der Leitung von Kantor Gerhard Schühle übernommen. „Leben lebt vom Aufbruch“ war das musikalische und inhaltliche Motto des Abschiedsgottesdienstes.
 
Angela Grimm predigte über Johannes den Täufer und erinnerte sich dabei an die letztjährige Israelreise, die sie gemeinsam mit den Ephoren und Amtsleitern des Sprengels Ostfriesland-Ems an die Wirkungsstätte Johannes des Täufers an den Jordan führte. „Der Dienst des Johannes kann uns helfen, den Gedanken des ‚I am first‘, des ‚Ich komme zuerst‘, loszulassen“, so die Geistliche. Grimm hielt einen kurzen Rückblick auf ihre Tätigkeiten, auf ihre Freude an der Arbeit in der Diakonie, auf den Einsatz für die kirchliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und auf die Gastfreundschaft der Region und damit auf die Arbeit von Kirche im Tourismus. „Mein Ziel war es immer, andere in Entscheidungsprozesse mit hineinzunehmen, Entscheidungsprozesse transparent und klar zu führen. Ich habe es mit Herzenswärme versucht und wollte Menschen in schwierigen Situationen begleiten, Seelsorgerin sein.“ Die Theologin dankte allen Mitarbeitenden und den Pastorinnen und Pastoren für die überaus vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit.  
Über ihr neues Aufgabenfeld als Direktorin des Seelsorgezentrums sagte Grimm: „Ich möchte Leitung und Seelsorge nochmal neu miteinander verbinden.“
 
Beim anschließenden Empfang brachten die Grußworte bei allem Verständnis für die Entscheidung zur beruflichen Veränderung die Trauer darüber zum Ausdruck, die Theologin ziehen zu lassen. Dabei kam aber auch der Dank für Angela Grimms Freundlichkeit, Wärme und Klarheit zum Ausdruck.
 
Der Kirchenkreis Harlingerland verliere das sympathische Gesicht und die starke Frau an der Spitze, sagte Landrat Holger Heymann aus Wittmund. „Wir konnten immer auf Sie zählen und Sie auf uns!“ so der Landrat.
Die Bürgermeisterin der Stadt Esens, Karin Emken, freute sich über das vertrauensvolle und selbstverständliche Verhältnis.
Superintendent Tido Janssen aus Aurich sprach für die Superintendenten und als Vorsitzender des Kirchenkreisverbandes Ostfriesland Nord: „Mit dir zusammen haben wir viel gemeistert.“ 
Militärpfarrer Bernhard Jacobi dankte für die Wertschätzung der Militärarbeit. 
Weitere Grußworte schlossen sich an von Pastorin Dr. Vera Pabst aus dem Michaeliskloster Hildesheim, René Weiler-Rodenbäck, Stellvertretender Vorsitzender des Kirchenkreisvorstandes, der mit diesem Leitungsgremium zum Dank ein selbstgedichtetes Lied vortrug.
Pastor Thomas Arens sprach als Vorsitzender des Kirchenvorstandes für die Kirchengemeinde Esens und überreichte einen Gutschein für eine kleine Reise nach Langeoog, falls Angela Grimm und ihr Mann Rüdiger einmal reif für die Insel sein sollten.
Matthias Conrad überbrachte Grüße der Mitarbeitervertretung und dankte für das gute Miteinander. Pastorin Rosemarie Giese sprach für alle Pastoren und Diakone des Kirchenkreises und Ernst-Ludwig Becker als Vorsitzender des Kirchenkreistages.
 
Am 19. und 26. August halten die beiden Bewerber für die Superintendentenstelle ihre Aufstellungspredigten. Die Wahl erfolgt durch den Kirchenkreistag am 26. September, damit die Stelle dann im ersten Quartal des kommenden Jahres besetzt werden kann.
Die Vakanzvertretung übernehmen die beiden Stellvertretenden Superintendenten Torsten Nolting-Bösemann (Carolinensiel) und Kerstin Tiemann (Horsten).
 
 

Neue Bogenschießanlage für Jugendbildungsstätte

 FOTO: Ina Frerichs
Eines der neuen Angebote der Ev. Jugendbildungsstätte Asel ist das Bogenschießen, das sich sowohl an Kinder und Jugendliche als auch Erwachsene richtet. Mit der finanziellen Unterstützung durch die Stiftung „Kirche mit Zukunft“ des Ev.-luth. Kirchenkreises Harlingerland wurde die Anschaffung möglich gemacht. Als Ort der Begegnung fördert die „Jubi Asel“ den Austausch junger Menschen und bietet erlebnispädagogische Angebote. Im Bild: die „Jubi“-Mitarbeiter Gunda Rosenboom und Thomas Scheurenbrand. 
 
Quelle: Anzeiger für Harlingerland, 8. Juni 2018
 
 

Mit Spaß Selbstvertrauen vermitteln

Die Mitglieder des Kuratoriums der Stiftung: Heinz Feldmann (l.), Superintendentin Angela Grimm, Dagmar Busse (2. und 3. v. l.) und Harm Poppen (r.) sowie das Leitungsteam der „Jubi Asel“, Thomas Scheurenbrand (2. v. l.) und Gunda Rosenboom (2. v. r.), mit den Bögen und neuen Sitzsäcken. FOTO: Ina Frerichs
Soziales: Neue Angebote in der „Jubi Asel“ – „Raum der Begegnungen“ und Bogenschießanlage
Stiftung „Kirche mit Zukunft“ fördert neue Angebote für junge Gäste im Ort der Begegnung und des Lernens.
 

ASEL/IF/AH

Die eigenen Stärken erkennen und Stress sowie Anspannung abbauen, vermittelt insbesondere Kindern und Jugendlichen ein positives Körpergefühl. Um dieses Vorhaben zu fördern, hat die evangelische Jugendbildungsstätte Asel eine Bogenschießanlage und Sitzsäcke angeschafft. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit dieser Zuwendung neue Akzente setzen können, die zur Steigerung der Aufenthaltsqualität für unsere Gäste beitragen“, so das Leitungsteam der „Jubi Asel“, Gunda Rosenboom und Thomas Scheurenbrand. Die Stiftung „Kirche mit Zukunft“ des evangelischen-lutherischen Kirchenkreises Harlingerland hat diese neuen Angebote mit 2000 Euro gefördert. Das Angebot „Raum für Begegnungen“ soll vor allem den Austausch junger Menschen fördern und ihnen Rückzugsmöglichkeiten und Freiraum bieten. Die zu diesem Zweck angeschafften acht Sitzsäcke sind im Haus und auf dem Außengelände nutzbar, damit sich die Gäste wohl fühlen. Das traditionelle Bogenschießen ist ein weiteres Angebot und dafür geeignet, ein positives Körpergefühl und Selbstvertrauen zu vermitteln. Es geht hierbei weniger um ein möglichst präzises Ergebnis, sondern vielmehr darum, die eigene Stärke zu erkennen und wahrzunehmen. Die Bogenschießanlage war bereits kürzlich erfolgreich bei der Vater-Kind-Freizeit zum Thema „Winnetou & Co.“ im Einsatz. „Mir ist wichtig, dass Väter und Kinder durch gemeinsame Abenteuer ihr Beziehung stärken können“, beschreibt Bildungsreferent Thomas Scheurenbrand das Konzept. „Im Alltag bleibt ja vieles auf der Strecke. Aber hier haben wir ein ganzes Wochenende Zeit, um am Lagerfeuer Pfeil und Bogen zu schnitzen, andere verbindende Erlebnisse zu machen und sich dabei – ganz nebenbei – neu zu entdecken.“ Unter Anleitung von Scheurenbrand, selbst begeisterter Bogenschütze und Bogenbauer, können Schulklassen, Kinder, Jugendliche und Erwachsene traditionelles Bogenschießen kennenlernen. Das Alleinstellungsmerkmal der „Jubi Asel“ sind laut Scheurenbrand die vielfältigen Elemente des Erlebnisprogramms, die pädagogisch eingebettet sind, beispielsweise zum Thema „Konflikte“. Die Jugendbildungsstätte hat das Ziel, die Belegung in der Woche auszuweiten und möchte sich neu aufstellen, damit auch Schulklassen aus der näheren Umgebung auf die Angebote aufmerksam werden. „Wir freuen uns auf Schulklassen, die tageweise oder für Kurzklassenfahrten zu uns kommen“, so Rosenboom. 

Quelle: Anzeiger für Harlingerland, 8. Juni 2018

 

Führungsspitze verändert sich

Einstimmig votierte der Kirchenkreistag für Kerstin Tiemann als neue stellvertretende Superintendentin. FOTO: Wilko Janßen

Kirchenkreis: Nachfolger für Superintendentin gesucht – Neue Stellvertreterin

 
Auch die Position des ersten Stellvertreters muss möglicherweise neu besetzt werden.
 
BURHAFE/WJA 
 
Am Schluss der Kirchenkreistagssitzung vorgestern Abend im Burhafer Gemeindehaus gab es stehende Ovationen für die scheidende Superintendentin Angela Grimm, schließlich nahm Grimm zum letzten Mal in ihrer Funktion als leitende Geistliche des Kirchenkreises Harlingerland an dieser Tagung teil. 13 Jahre wirkte Grimm vor Ort als Superintendentin und wird im August nach Hannover wechseln, wo sie Direktorin des Zentrums für Seelsorge wird. Ernst-Ludwig Becker sagte als Vorsitzender des Kirchenkreistags in einem Pressegespräch nach Ende der Sitzung, dass der mit einem Parlament zu vergleichende Kirchenkreistag im Optimalfall Ende September bei der Wahl eines neuen Superintendenten zwischen zwei Kandidaten bei der Besetzung der Stelle wählen könne. Becker lobte Grimms erfolgreiches Wirken für den Kirchenkreis bei einem gleichzeitig ruhigen und sachlichen Führungsstil. Im Rechenschaftsbericht der Superintendentin wurde deutlich, dass sich die Führungsspitze des Kirchenkreises möglicherweise bald völlig verändert präsentieren wird. Denn Grimm gab bekannt, dass sich ihr erster Stellvertreter Torsten Nolting-Bösemann um die ebenfalls freiwerdende Stelle des Superintendenten in Rotenburg/Wümme beworben habe. Bereits vorübergehend vakant war die Position der zweiten Stellvertreterin, da Wittmunds Pastorin Martina Stecher dieses Amt niederlegte. Auf seiner Sitzung in Burhafe votierte der Kirchenkreistag einstimmig für Kerstin Tiemann, Pastorin in Horsten und Neustadtgödens,
als Stechers Nachfolgerin im Amt der zweiten stellvertretenden Superintendentin.
Während es gleich zu Veranstaltungsbeginn nach den angekündigten einschneidenden Veränderungen in der Leitung des Kirchenkreises noch ein wenig unruhig in den Reihen der Delegierten
wurde, konnte Pastor Jürgen Neese in seiner Funktion als Vorsitzender des Finanz- und Stellenplanungsausschusses bei der Betrachtung der finanziellen Situation des Kirchenkreises
wieder für entspanntere Gesichtszüge sorgen: Der Kirchenkreis ist finanziell gut aufgestellt. Auch auf den jetzt schon feststehenden „finanziellen Sinkflug“ der Zuwendungen der Landeskirche ab 2020 sei man vorbereitet, da man in der Vergangenheit Rücklagen gebildet habe. Wichtig sei aus der Sicht von Neese, dass man zukünftig die Grundstandards, dazu gehört zum Beispiel die regelmäßige Ausrichtung von Gottesdiensten in den Gemeinden, aufrecht erhalten könne. In diesem Punkt verbreitete Grimm nach Ende der Sitzung in einem Pressegespräch Optimismus: „Bis 2022 sind alle Pfarrstellen im Kirchenkreis sicher, voraussichtlich sogar bis 2028.“ Becker ergänzte jedoch, dass es zu „sukzessiven Anpassungen“ kommen könne – schließlich gebe es florierende und weniger florierende Kirchengemeinden. Nach Neese wird der Kirchenkreis in nicht allzu ferner Zukunft allerdings in irgendeiner Form reduzieren müssen. Dies nicht nur vor dem Hintergrund eines möglichen wirtschaftlichen Abschwungs in Deutschland, sondern auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass sich die Zahl der Kirchenmitglieder im Kirchenkreis Harlingerland von 2013 bis heute von 43 000 auf 38 000 reduziert habe.
 
Quelle: Anzeiger für Harlingerland
 
 
 

"Kirche mit Zukunft" unterstützt Projekte

v. lks.: H. Feldmann, A. Grimm, H. Reents, H. Poppen, E. Theesfeld, E.-L. Becker (FOTO: H. Pendias)
Am Dienstag, dem 10. April, traf sich das Kuratorium der Stiftung „Kirche mit Zukunft – heute für morgen handeln“ des Ev.-luth. Kirchenkreises Harlingerland zu seiner jährlichen Sitzung in Wittmund. Die Mitglieder folgten damit der Einladung von Superintendentin Angela Grimm, die die Vorsitzende des Kuratoriums ist. Die Stiftung wurde am 1. Januar 2006 gegründet. Sie unterstützt die kirchliche Arbeit in den Gemeinden und Einrichtungen des Kirchenkreises mit den Förderschwerpunkten Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und diakonische Aufgaben. Zum Kuratorium gehören Angela Grimm, Dagmar Busse (beide aus Esens), Ella Theesfeld (Westerholt), Ernst-Ludwig Becker, Heinz Feldmann (beide aus Wittmund), Harm Poppen (Westerholt) und Hillrich Reents (Friedeburg). 
In diesem Jahr haben die Kuratoriumsmitglieder zwei Anträge positiv beschieden. Mit 1.000 Euro wird die Stiftung das Projekt „Krebsberatung Ostfriesland“, eine Initiative des Diakonischen Werkes in Wittmund unterstützen. Aufgrund von Spenden aus der ostfriesischen Region besteht das Projekt bereits seit 12 Jahren. An Krebs erkrankte Menschen und ihre Angehörigen bekommen hier kostenlose Beratung und Begleitung. 
2.000 Euro wird die Ev. Jugendbildungsstätte Asel bekommen. Die Ev. Jugendbildungsstätte fördert als Ort der Begegnung die sozialen Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen und hilft ihnen mit besonders abgestimmten Angeboten, eigene Stärken zu entdecken und zu entfalten. Mit dem Geld trägt die Stiftung zur Finanzierung einer Bogenschießanlage bei, des Weiteren werden davon Sitzsäcke angeschafft.
Für Superintendentin Grimm war es die letzte Sitzung des Kuratoriums. Sie wird den Kirchenkreis Harlingerland im Sommer verlassen (wir berichteten). Grimm bedankte sich bei den Mitgliedern für die langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit; umgekehrt sprach Harm Poppen als stellvertretender Vorsitzender ihr einen großen Dank aus. 
 
 
 

KIRCHENVORSTANDSWAHL

 Am 11. März wurde gewählt

 
Am vergangenen Sonntag wurden die Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher für die nächsten sechs Jahre neu gewählt. In den 28 Kirchengemeinden und einer Kapellengemeinde des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Harlingerland stellten sich 113 Frauen und 77 Männer im Alter von 20 bis 84 Jahren zur Wahl. Insgesamt zählte das Harlingerland 33.902 Wahlberechtigte. Davon haben 5.880 ihre Stimmen abgegeben (17,3%).
 
Die niedrigste Wahlbeteiligung wurde in Esens (8,7 %) und Wittmund (9,7 %) verzeichnet, die höchste in Fulkum (54,7 %) gefolgt von Eggelingen (35,1 %), Westerbur (34,4 %), Buttforde (33,2 %) und Funnix-Berdum (32,9 %). Insgesamt wurden 124 Personen gewählt, darunter ein 24-Jähriger aus Wittmund als nun jüngster Kirchenvorsteher im Kirchenkreis.
 
Erstmalig waren Gemeindemitglieder ab 14 Jahren wahlberechtigt. Gewählt haben 111 Jugendliche unter 16 Jahren und 173 Wählerinnen und Wähler im Alter von 16 bis 20 Jahren.
 
Nach Ablauf der Beschwerdefrist (26. März 2018) für die Wahl werden auf Vorschlag der Kirchenvorstände durch den Kirchenkreisvorstand weitere Mitglieder in die zukünftigen Kirchenvorstände berufen. Die Zahl der zu berufenden Mitglieder richtet sich nach der Größe der jeweiligen Kirchengemeinde. 
 
Superintendentin Angela Grimm dankt allen, die sich zur Wahl gestellt haben und allen, die als Wahlhelferinnen und Wahlhelfer an der Wahl mitgewirkt haben. 
 
 
 
 

"Alles Familie!? - Familie im Wandel"

Mitarbeitende in der Besuchsdienstarbeit  (FOTO: H. Pendias)
„Besuchsdienst ist der Rückenwind für die Gemeinde!“
 
„Alles Familie!? – Familie im Wandel“ – zu diesem Thema trafen sich am Freitag, den 23. Februar, ehrenamtlich Mitarbeitende der kirchlichen Besuchsdienstarbeit und daran Interessierte. 26 Frauen und Männer aus den Evangelisch-lutherischen Kirchenkreisen Harlingerland und Norden waren der Einladung von Superintendentin Angela Grimm (Kirchenkreis Harlingerland) gefolgt. Referentin war Pastorin Helene Eißen-Daub. Die gebürtige Esenserin ist die Beauftragte für die Besuchsdienstarbeit in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Mit den Worten: „Besuchsdienst ist der Rückenwind für die Gemeinde!“ hob sie gleich zu Beginn den Stellenwert dieser Arbeit hervor. 
An diesem Nachmittag lag der Schwerpunkt auf der Familie. Sie ist unsere erste soziale Erfahrungswelt. Hier werden grundlegende Werte und Haltungen gelebt, die unser Leben prägen. Die Formen, in denen Familie sich heute realisiert, sind so vielfältig wie nie.
Das bürgerliche Vater-Mutter-Kind-Modell ist inzwischen nur ein Modell von vielen anderen Lebensentwürfen und -gemeinschaften. Damit verändern sich auch die Wertvorstellungen und Bilder von Familie. Nicht selten führt dieses zu Diskussionen zwischen den Generationen. Gerade bei Besuchen im häuslichen Kontext wird die Familie zum Thema. Dabei sei es für die Mitarbeitenden in der Besuchsdienstarbeit wichtig, so Pastorin Eißen-Daub, die Lebensform nicht zu bewerten, wohl aber zuzuhören und zu verstehen. 
In Gruppenphasen und mit einem Impulsreferat von Eißen-Daub erarbeiteten die Teilnehmenden das Thema. In der Landeskirche Hannovers sind über 10.000 Menschen ehrenamtlich in der Besuchsdienstarbeit tätig.
Im Kirchenkreis Harlingerland gibt es in fast jeder Gemeinde einen Besuchsdienst. Superintendentin Grimm hat diese wichtige Arbeit seit 10 Jahren bei jeder Visitation hervorgehoben und die Gemeinden motiviert, eine Besuchsdienstgruppe zu gründen. Interessierte können sich mit ihrem zuständigen Pfarramt in Verbindung setzen.
 
 
 

Superintendentin Grimm traf sich mit theologischem Nachwuchs

Von links: Simon Reinecke, Jens Schuster, Superintendentin Grimm, Heike Sieberns. BILD: H. Pendias

Im Kirchenkreis Harlingerland gibt es zurzeit zehn Theologiestudierende, davon fünf Frauen und fünf Männer, und zwei angehende Diakoninnen. Zum Jahresende lud Superintendentin Angela Grimm zu einem gemeinsamen Treffen ein. Im Vordergrund standen dabei die persönliche Begegnung und der Austausch über den Verlauf und die Schwerpunkte des Studiums. Heike Sieberns und Simon Reinecke berichteten von ihrem Studium in Göttingen, Jens Schuster von seinem Studium in Hamburg. Die Superintendentin schilderte die Stellenentwicklung im Kirchenkreis Harlingerland. In diesem Zusammenhang tauschten sich die Anwesenden auch über Fragen zur Zukunft der Kirche aus. Zu diesem Thema sind die Studierenden auch zu einer Kirchenkreiskonferenz im kommenden April eingeladen.

Des Weiteren kamen die Anwesenden bei dem Treffen über die neue Kirchenverfassung, den Bericht des Landesbischofs bei der letzten Synodaltagung, die Gewinnung von Jugendlichen und das Wachsen der digitalen Gemeinden ins Gespräch.

Verbunden mit den besten Wünschen für das weitere Studium überreichte Superintendentin Grimm den Studierenden einen Büchergutschein. 

 

Kirche verteilt Weihnachtspäckchen

Sind in diesen Tagen auf dem Weg, um Menschen eine Weihnachtsfreude zu machen, v.l. Hanne Rohlfs, Superintendentin Angela Grimm, Brigitte Harms, Hanne Hunger, Marion Schuster und (nicht auf dem Foto) Charlotte Mönning. BILD: Anneus Buisman

AKTION Berührende Begegnungen mit den Empfängern

 
ESENS/UIS – Es sind manchmal schon berührende Begegnungen, wenn das Team um Kirchenvorsteherin Brigitte Harms in der Vorweihnachtszeit aufbricht, um Menschen, die nicht mit Reichtümern gesegnet sind, mit einer Tasche an leckeren Gaben zum Fest zu erfreuen.
Etwa jene alte Frau mit karger Rente, von der Brigitte Harms erzählt, sie hätte sich ganz schüchtern die obenauf liegende Schachtel Kekse genommen, voller Dankbarkeit, und sei fassungslos gewesen, dass sie all die leckeren Dinge haben sollte. Bei dem weihnachtlichen Trubel, den Weihnachtsmärkten und den üppigen Angeboten in den Geschäften wird den Frauen vom Team immer wieder deutlich, dass das nur die eine Seite unserer Gesellschaft ist. Und so machen sich Brigitte Harms, Hanne Hunger, Charlotte Mönning, Hanne Rohlfs und Marion Schuster, unterstützt von Superintendentin Angela Grimm, auch in diesem Jahr wieder auf, um einige prall gefüllte Taschen zum Fest zu den Empfängern zu bringen. Deren Adressen zu erfahren, wird in jedem Jahr schwieriger. Datenschutz hat sicher sein Gutes, hier aber verhindert er, dass zum Beispiel über das Sozialamt Adressen genannt werden dürfen.
Da hilft die kirchliche Diakonie mit ihrem Ohr an den Brennpunkten unserer Gesellschaft oder auch ein Tipp der Geistlichen. Und dann wird eingekauft. Das Geld kommt aus der Diakoniekasse der Kirchengemeinde Esens. Für diese Kasse wird in jedem Gottesdienst einer Kirchengemeinde gesammelt. Sie stammt aus biblischer Tradition, die verlangt, nicht nur schöne Gottesdienste zu feiern, sondern auch denen abzugeben, die weniger haben als andere. Beim Edeka Markt und beim Schlachter Bruns gab es kräftige Rabatte und so ist – neben vielen anderen leckeren Kleinigkeiten – ein komplettes Weihnachtsessen dabei. Nach der Kirchenvorstandswahl im nächsten Jahr muss sich ein neues Team zusammenfinden.
Brigitte Harms und ihre Mitstreiterinnen hören nach zum Teil langjährigem Einsatz auf. Dafür sprach Superintendentin Angela Grimm ihnen während der diesjährigen Aktion den Dank der Kirchengemeinde aus.
 
Quelle: Anzeiger für Harlingerland, 19.12.2017
 
 
 

"Nun komm der Heiden Heiland"

Die Kantorei St. Nicolai brillierte in einem hochkarätigen Ensemble beim Adventskonzert. Das Publikum war begeistert von der Musik und dem Können der Akteure. BILD: Gritje Peters

Solisten, Kantorei und Orchester laden zum Adventskonzert – Stehende Ovationen

Die Akteure überzeugten mit einem professionellen Zusammenspiel das Publikum.
 
Wittmund: „Lasst uns heute gemeinsam einen Weg durch die Adventszeit beschreiten“, begrüßte Kantor Gerhard Schühle die Wittmunder Kirchengemeinde am vergangenen Sonntag in der voll besetzten St.-Nicolai-Kirche zum Adventskonzert. Kantorei St. Nicolai, das Göttinger Barockorchester und vier Solisten boten ein bravouröses Konzert unter der Leitung von Gerhard Schühle. „Die Adventszeit ist eine Zeit der Besinnung – eine Zeit der Vorbereitung auf das Ankommen Jesu“, sagte der Kantor und gab einen Überblick des Konzertinhalts, der die Phasen der Adventszeit thematisierte. Der erste Advent ist der Beginn des Wartens auf Jesu Geburt und Beginn des Kirchenjahrs. Johann Sebastian Bach vertonte mit der sehnsuchtsvollen Kantate, „Nun kommt der Heiden Heiland“, eindrucksvoll die religiöse Bitte. Der zweite Advent steht im Zeichen der Sehnsucht nach Erlösung. Christian Graupners Kantate „Furcht und Zagen“ formuliert die gemischten Gefühle angesichts der Ankunft Gottes: bange Erwartung, Zögern, Aufruf zur Ruhe und Umkehr, Sehnsucht nach Ewigkeit. Die Adventszeit endet am vierten Advent mit der Geburt Jesu, der Weihnachtsgeschichte. Arnold Melchior Brunckhorsts Vertonung der „Weihnachtsgeschichte“ hat einen lebensfrohen Antrieb der Ankunft des Herrn. Als Phasen des Nachdenkens spielte das Göttinger Barockorchester zwei virtuos ausgestaltete Werke: den zweiten Satz der Orchestersuite Nummer 3 in D-Dur, „Air“, von Johann Sebastian Bach und Vivaldis Concerto in g-moll.
Das Zusammenspiel der agierenden Akteure stellte sich erfahren und professionell dar. Die Kantorei St. Nicolai harmonierte mit den Profi- Musikern des Göttinger Barockorchesters, der Sopranistin Margaret Hunter, der Altistin Julie Comparini, dem Tenor Steffen Wolf und dem Bass Friedo Henken. Gerhard Schühle zeigte sich als Leiter und Dirigent als Vollblut-Musiker. Er verband Können und Erfahrung und verstand es die Gruppen zu einem Ensemble zusammenzuführen, dessen Leistung ausdrucksstark und abgestimmt war. Zu Recht bedankte sich das begeisterte Publikum am Ende des Konzerts mit stehenden Ovationen und Fußgetrampel.
Bericht: Gritje Peters
 
Quelle: Anzeiger für Harlingerland, 19.12.2017
 
 

Kirchenkreistag: Konzept als Handlungsrahmen

Vorsitzender Becker führt durch den Sitzungsabend
BILD: Heike Pendias

Kirchenkreis Harlingerland geht einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Zukunftsplanung 2030. Eine gute pfarramtliche Versorgung soll flächendeckend erhalten bleiben.
Am Dienstag, dem 21. November 2017, tagte der Kirchenkreistag des Kirchenkreises Harlingerland unter Vorsitz von Ernst-Ludwig Becker in Marx. Thema war erneut die Zukunftsplanung des Kirchenkreises bis 2030. Damit wurde die Sitzung vom Februar 2017 fortgesetzt. Damals wurde den Mit-gliedern des Kirchenkreistages ein Zukunftskonzept für die Pfarrstellen und Pfarrdienstsitze im Kirchenkreis vorgestellt, mit dem Ziel, die flächendeckende pfarramtliche Versorgung im Kirchenkreis auch 2030 noch gewährleisten und sicherstellen zu können. Bis Anfang September 2017 hatten die Kirchen-vorstände unter der Beteiligung der jeweiligen Kirchenkreistagsmitglieder die Möglichkeit, Stellungnahmen, Anregungen und Fragen einzureichen. Unter Berücksichtigung dieser Eingaben wurden den Mitgliedern des Kirchenkreis-tages durch Superintendentin Angela Grimm als Vorsitzende des Kirchenkreis-vorstandes, Pastor Jürgen Neese als Vorsitzender des Finanz- und Stellenplanungsausschusses und Pastor i. R. Anneus Buisman als Vorsitzender des Immobilienausschusses die aktuellen Berechnungen als Beschlussvorlage vorgelegt. Nach eingehender Diskussion wurde das Zukunftskonzept beschlossen. Durch die demografische Entwicklung in der Region wird eine Reduzierung der Pfarrstellen und Pfarrhäuser nicht zu vermeiden sein. „Der Rückgang in der Mitgliedschaft im Kirchenkreis Harlingerland wird Einschränkungen mit sich bringen. So schmerzlich es auch ist, wir müssen uns diesem Prozess stellen“, so Neese. Becker wies darauf hin: „Dieser Beschluss ist der Einstieg in einen weiteren Entscheidungsprozess. Wir bewegen uns auf einem langen Weg, der von den Gemeinden und Regionen bewältigt werden muss. Der Kirchenkreis wird helfend unterstützen.“ Der Kirchenkreistag wird sich ab dem kommenden Jahr dauerhaft mit dem Thema beschäftigen. 
Neben diesem Schwerpunktthema gab die Superintendentin einen Bericht aus dem Kirchenkreis. Darin dankte sie Pastor Torsten Nolting-Bösemann für seine fast neunjährige Tätigkeit als Leiter der Ev. Jugendbildungsstätte Asel. Seine Nachfolgerin Gunda Rosenboom stellte sich den Mitgliedern des Kirchenkreis-tages vor, ebenfalls Thomas Scheurenbrand, der als Diakon und Bildungsreferent in Asel tätig sein wird. In einem Gottesdienst am 7. Januar 2018 werden beide in Asel in ihren Dienst eingeführt.
In einem letzten Tagesordnungspunkt berichtete die Superintendentin als Synodale der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers und Mitglied des Verfassungsausschusses über die Verfassungsreform in der Landeskirche und nahm zu einzelnen Veränderungen Stellung. Die neue Kirchenverfassung ist unter www.Kirchenverfassung2020.de einzusehen.

 
Bericht: H. Pendias
 
 
 

Duo soll Jugendbildungsstätte Asel auch in der Woche beleben

 Pastor Torsten Nolting-Bösemann (Mitte) stellte jetzt Diplomkauffrau Gunda Rosenboom und Diakon Thomas Scheurenbrand als neues Leitungsduo der Jugendbildungsstätte in Asel vor. BILD: Ehnt Ulfers Janssen

SOZIALES: Diplomkauffrau und Diakon teilen sich Aufgaben

WITTMUND/EUJ – Die Verantwortlichen haben schnell gehandelt: Bereits wenige Tage nach dem Beschluss des evangelisch-lutherischen Kirchenkreistages zur Neukonzeptionierung der Leitung der Jugendbildungsstätte Asel (wir berichteten), stellte Pastor Torsten Nolting-Bösemann das neue Gremium an der Spitze vor. Die kaufmännische Leitung hat ab sofort Diplom-Kauffrau Gunda Rosenboom. Die diakonische Leitung übernimmt der Diakon und Sozialpädagoge ThomasScheurenbrand. Die bisher von Pastor Nolting-Bösemann allein geschulterten Leitungsaufgaben werden damit aufgeteilt. Die neue kaufmännische Leiterin Rosenboom, 42 Jahre alt, war bisher in der Hotel und Tourismuswirtschaft tätig, seit 2003 im Destinationsmarketing. Zuletzt nahm sie in diesem Bereich Leitungsaufgaben in Wilhelmshaven wahr. Der 52-jährige Scheurenbrand erledigte bisher Aufgaben im Diakonischen Werk Oldenburg, begleitete junge Menschen in sozialen Einrichtungen. Seine künftigen Aufgaben in der Nachfolge von Sylvia Wagenaar in Asel wertet Scheurenbrand als seinen „Berufstraum“. Nolting-Bösemann, der Ortspastor in Asel bleibt, sieht in der Aufgabenteilung und Neubesetzung der Leitung der Jugendbildungsstätte des Kirchenkreises Harlingerland positive Aspekte: „Damit ist die Jubi langfristig besser aufgestellt“, ist er sich sicher.
Quelle: Anzeiger für Harlingerland vom 5. Oktober 2017
 
 
 

"Jubi"-Leitung wird bald kaufmännisch

Superintendentin Angela Grimm (stehend) erklärt den Kirchenkreistagsmitgliedern die geplante Neukonzeptionierung der Jugendbildungsstätte Asel. BILD: Wilko Janßen

RELIGION Neues Konzept für die Jugendbildungsstätte Asel – Evangelisches Profil bleibt aber gewahrt

Kirchenkreistag votierte nach kurzer Aussprache für die Neuausrichtung. Belegungszahlen in der Woche sollen gesteigert werden.

ARDORF/WJA – „Fast jeder, der sich in irgendeiner Form im Kirchenkreis Harlingerland engagiert, verbindet etwas mit Jugendbildungsstätte Asel“, erklärte Superintendentin Angela Grimm am späten Freitagnachmittag im Ardorfer Gemeindehaus die mit 60 anwesenden Delegierten gute Beteiligung auf der jüngsten Sitzung des Kirchenkreistags. Denn der wichtigste Tagesordnungspunkt sah eine Debatte mit anschließender Abstimmung über eine Neukonzeption der im Volksmund auch „Jubi“ genannten Jugendbildungsstätte Asel vor. Aus zweierlei Gründen musste eine kurzfristige Entscheidung über den zukünftigen Kurs der Jugendbildungsstätte gefällt werden: Zum einen werden mit Wirkung zum 1. November Pastor Torsten Nolting-Bösemann und Diakonin Silvia Wagenaar ihre Tätigkeit in der „Jubi“ beenden, zum anderen gibt es schon seit längerem Überlegungen, die Einrichtung noch besser am Markt zu platzieren. Letzterer Gedanke ist vor dem Hintergrund zu sehen, dass der Kirchenkreis Harlingerland als Träger der Einrichtung die Belegungszahlen während der Woche steigern möchte. Und mit einer entsprechend kompetenten Hausleitung müsste dieses Ziel auch erreichbar sein, hat die „Jubi“ Asel doch seit jeher einen exzellenten Ruf und wurde erst 2013 vom gemeinnützigen Verein „Bundesforum Kinder- und Jugendreisen“ mit drei Sternen klassifiziert. Pastor Nolting-Bösemann erklärte am Rande der Sitzung den Stellenwert der Einrichtung: „Wir sind die einzige Jugendübernachtungsstätte im Gebiet der Stadt Wittmund. Natürlich geht es bei uns nicht nur um die Verpflegung und Unterbringung von Jugendgruppen, wir fungieren als außerschulischer Lernort und bieten Seminare zur Berufs- und Lebensorientierung an.“ Es gehe um eine Stärkung des Nachwuchses in einer entscheidenden Lebensphase. Insbesondere an Wochenenden werde die „Jubi“ stark von Konfirmandengruppen frequentiert. Superintendentin Grimm ergänzte, dass die Jugendbildungsstätte Asel in der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover oft einen Vorbildcharakter für vergleichbare Einrichtungen habe. Am Freitagnachmittag während der Kirchenkreistagssitzung galt es nun, diese herausragende Position der „Jubi“ für die Zukunft zu festigen. Der Vorstand des Kirchenkreistags schlug vor, die bisher nur ein Viertel betragende, noch von Pastor Nolting-Bösemann bekleidete Leitungsstelle auf eine halbe Stelle aufzuwerten. Vorgesehen ist für diese Position nun aber eine „touristische Fachkraft“ mit einem kaufmännischen Hintergrund. Für die diakonische Arbeit bleibt es auch in Zukunft bei einer halben Stelle. Grimm erläuterte die dahinter stehende Überlegung: „Wir hätten dann zukünftig eine paritätisch zusammengesetzte Führung, bestehend aus einem kaufmännischen und einem evangelischen Profil.“ Weiter sah die Beschlussvorlage vor, die halbe, zur Zeit von Helga Müller bekleidete Stelle der Verwaltungskraft ab dem nächsten Jahr ein wenig zu reduzieren. Hintergrund ist, dass Müller dann in den Ruhestand wechseln wird. Die ganze Stelle der Hauswirtschaftleitung solle auch zukünftig Rena Folkers inne haben. Dann kam es zu einer kurzen Aussprache, in der eine der ganz wenigen kritischen Äußerungen von Blomberg-Neuschoos Pastor Albert Lübben kam: „Einer reinen kaufmännischen Leitung könnten theologische Anliegen zum Opfer fallen.“ Dem entgegnete der Kirchenkreisjugendpastor Jörg Janköster, dass bei sämtlichen Entscheidungen auch zukünftig der aus seiner Person, Superintendentin Grimm und Vertretern des Kirchenkreisvorstands zusammengesetzte „Jubi“-Vorstand das letzte Wort haben werde. Bei der abschließenden Abstimmung über die Änderung des Stellenrahmenplansgab es bei vier Enthaltungen ein einstimmiges Votum für das neue Konzept. Die Gespräche mit Bewerbern sind bereits abgeschlossen beziehungsweise werden zur Zeit noch geführt.
Quelle: Anzeiger für Harlingerland vom 4. Oktober 2017
 
 
 

Gemeinsam im Einsatz

Foto: Heike Pendias

Notfallseelsorge und Kriseninterventionsteam treffen sich in Asel

Zu gemeinsamen Beratungen sind Mitglieder des Kriseninterventionsteams im Landkreis Wittmund und Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorgern des Kirchenkreises Harlingerland in der Jugendbildungsstätte Asel zusammengekommen. In den Gesprächen ging es um die ersten Eindrücke von gemeinsamen Einsätzen und um praktische Fragen, z. B. hinsichtlich der Alarmierung beider Dienste. Bereits vor einem halben Jahr wurde verabredet, künftig häufiger im Einsatz zusammenzuarbeiten.
Die Notfallseelsorge stellt für Menschen in seelischen Notlagen professionelle Begleitung und Betreuung sicher. Sie wird durch die örtliche Notrufzentrale aktiviert und hilft z. B. bei Unfällen, bei der Überbringung von Todesnachrichten oder bei der Betreuung von Angehörigen nach einem plötzlichen Todesfall. Dieser Dienst wird durch kirchliche Seelsorgerinnen und Seelsorger geleistet.
Das Kriseninterventionsteam zielt mit seiner Arbeit in erster Linie auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Rettungsdiensten, Polizei und Feuerwehr und hilft mit kollegialer Beratung, besonders belastende Einsätze besser zu verarbeiten. Die Mitglieder des Team sind alle selber in diesem Arbeitsfeld beruflich tätig.
Zwischen der Arbeit der Notfallseelsorge und des Kriseninterventionsteams gebe es große Schnittmengen, waren sich Superintendentin Angela Grimm und die leitende Notärztin Dr. Renate Hennig einig. Von der Zusammenarbeit erhoffe man sich, voneinander zu lernen und schrittweise die beiden Hilfssysteme enger miteinander zu verzahnen. Auch gemeinsame Schulungen wurden ins Auge gefasst.
Nach den Beratungen war Gelegenheit zum persönlichen Kennenlernen. Der Nachmittag klang mit einem geselligen Grillen in den Räumen der Jugendbildungsstätte aus.

Kirchenkreistag: Kirchenkreis zukunftsfähig gestalten

Ernst-Ludwig Becker, Vorsitzender des Kirchenkreistages Harlingerland (stehend), links Christian Cordes, Mitglied des Vorstands des Kirchenkreistages, rechts Superintendentin Angela Grimm (Foto: Heike Pendias)
Der Kirchenkreis Harlingerland ist mit seiner pfarramtlichen Versorgung gut aufgestellt. Damit das so bleiben wird, arbeiten die Mitglieder des Kirchenkreistages vorausschauend.
 
Am Dienstabend, dem 21. Februar 2017, tagte der Kirchenkreistag des Kirchenkreises Harlingerland unter Vorsitz von Ernst-Ludwig Becker in Esens. Thema war die Zukunftsplanung bis 2030. Drei Gremien um Superintendentin
Angela Grimm hatten sich über sieben Jahre intensiv mit der Zukunftsplanung bis 2030 beschäftigt. Durch die demografische Entwicklung in der Region nimmt die Zahl der Kirchenmitglieder ab. Das lässt auch die Einnahmen zurückgehen. Die Aufgabe für die Gremien war, ein Zukunftskonzept für die Pfarrstellen im Kirchenkreis zu erarbeiten –  mit dem Ziel, die flächendeckende pfarramtliche Versorgung im Kirchenkreis auch 2030 noch zu gewährleisten und sicherzustellen.
Das Ergebnis dieser Überlegungen wurde den Mitgliedern des Kirchenkreis­tages als Diskussionsgrundlage vorgestellt. Sachlich fundiert und mit viel Engagement stellten Superintendentin Angela Grimm als Vorsitzende des Kirchenkreisvorstandes, Pastor Jürgen Neese als Vorsitzender des Finanz- und Stellenplanungssauschusses und Pastor i.R. Anneus Buisman als Vorsitzender des Immobilienausschusses die vollzogenen Arbeitsschritte vor und legten ihre Berechnungen im Blick auf die vorzuhaltenden Pfarrstellen und Pfarrhäuser vor. Aufmerksam verfolgte die große Zahl der Anwesenden die Ausführungen.
 
Die im Anschluss erfolgende Aussprache und Diskussion zeigten, wie groß die Verbundenheit zur eigenen Gemeinde ist, und wie wichtig es ist, in diesem Prozess gemeinsame Lösungen zu finden.
Der Abend in Esens war ein erster Schritt. Das geplante weitere Verfahren sieht vor, dass das Konzept nun bis Anfang September 2017 in den Kirchenvorständen unter Beteiligung der jeweiligen Kirchenkreistagsmitglieder der jeweiligen Gemeinde beraten wird. Sie haben die Möglichkeit, Stellungnahmen sowie Anregungen und Fragen beim Kirchen­kreistag einzureichen. Die Beschlussfassung wird voraussichtlich bei der über­nächsten Sitzung des Kirchenkreistages am 21. November 2017 erfolgen.
 
Neben diesem Schwerpunktthema gab die Superintendentin einen kurzen Bericht aus dem Kirchenkreis. Hierbei wies sie besonders auf die zahlreichen Veranstaltungen zum „Reformationsjubiläum“ im Kirchenkreis Harlingerland hin. Hinweise dazu sind unter www.kirchenkreis-harlingerland.de sowie in der Tagespresse zu finden.
 

Förderung von Orgelnachwuchs

Superintendentin Angela Grimm
 Superintendentin Angela Grimm
Die Siefkes-Stiftung mit Sitz in Hannover hat den Organistennachwuchsförderungs-Fonds des Kirchenkreises Harlingerland mit einem Zuschuss von 1000 Euro verstärkt. Mit diesem Fonds sollen gezielt Nachwuchskräfte für Organistinnen und Organisten gewonnen werden. Aus dem Fonds werden Zuschüsse zu den Kosten des Orgelunterrichts gewährt, sodass der Unterricht auch für Menschen mit geringem Einkommen möglich ist. Anträge können über den jeweiligen Orgelausbilder und über die jeweilige Kirchengemeinde an den Kirchenkreis Harlingerland gerichtet werden. Seit 2016 besteht sogar die Möglichkeit, einen Folgeantrag zu stellen und die Förderung ein zweites Mal zu erhalten. „Ich hoffe, dass wir dadurch neuen Schwung in die Organistenausbildung bekommen“ so Grimm. „Wir haben hier im Kirchenkreis so viele schöne Orgeln, die gespielt werden wollen. An vielen Stellen fehlt jedoch der Nachwuchs.“ Die Vorsitzende der Siefkes Stiftung, Annegret v. Collande, weist darauf hin, dass die Siefkes-Stiftung neben der Organistenförderung auch die Restaurierung von Denkmalorgeln unterstützt. Als nächstes Projekt sei die Beteiligung an den Sanierungskosten der Orgel in Horsten geplant. Homepage der Siefkes Stiftung: Siefkes-Stiftung.wir-e.de