Bild: Jens Schulze

Foto: Heike Pendias
Foto: Heike Pendias

Kirchenkreistag

Nachricht Harlingerland, 28. November 2019

Ausschussberichte im Mittelpunkt

Hadem: „Kirche im Harlingerland ist im guten Sinn Volkskirche.“ 

Am Mittwoch, dem 27. November, traf sich der Kirchenkreistag des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Harlingerland (KKT) unter Vorsitz von Ernst-Ludwig Becker in Carolinensiel zu seiner Sitzung. Im Mittelpunkt standen die Berichte aus den Ausschüssen. Darum hielt Eva Hadem, die Superintendentin des Kirchenkreises, ihren „Bericht aus dem Kirchenkreis“ kurz. Ihre Eindrücke aus den ersten Monaten fasste sie so zusammen: „Im Harlingerland ist Kirche noch im guten und eigentlichen Sinn Volkskirche. Darüber freue ich mich sehr. Diesen Schatz zu bewahren und weiter zu gestalten, bleibt unsere Aufgabe.“ Hadem gratulierte Christian Cordes, Esens, zur Wahl in die neue Landessynode. „Mit Ihrem klaren diakonischen Profil werden Sie eine wichtige Stimme in der Synode sein.“ Wichtig wird diese Stimme darüber hinaus auch im Blick auf die Pfarrstellenfinanzierungen der Inseln sein. Ein Thema, das gleich zu Beginn auf der Agenda der Landessynode Hannovers stehen wird. 
Positiv berichtete die Superintendentin über die neuen Stellenbesetzungen. Die Pfarrstelle Wittmund/Eggelingen wird am 1. Februar 2020 mit Pastorin Urhahn-Diel besetzt. Die halbe Stelle in Stedesdorf/Thunum wird Pastorin Rink-Rieken am 1. März 2020 übernehmen. 

Inhaltlich schloss der Bericht des Finanz- und Stellenplanungsausschusses nahtlos an. Pastor Neese, Reepsholt, nahm darin die für den Kirchenkreis entworfenen „Leitlinien kirchlicher Arbeit“ auf. Grundsätzlich sei der Kirchenkreis zurzeit gut aufgestellt. Das dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass neue Herausforderungen auf ihn zukommen. „Im Laufe des nächsten Jahres werden voraussichtlich fünf PastorInnen in den Ruhestand gehen. Zudem ist die Pfarrstelle der pfarramtlich verbundenen Kirchengemeinden Westeraccum/Westerbur/Roggenstede zunächst weiterhin vakant.“ Der Ausschuss schlägt dem KKT vor, zur Abfederung von eventuell durch die Ruhestände entstehenden weiteren Vakanzen eine auf zwei Jahre befristete Springerpfarrstelle einzurichten. Der KKT nimmt diesen Vorschlag einstimmig auf. Darüber hinaus bleibt es die Aufgabe aller, mutig neue Wege zu gehen und die regionale Zusammenarbeit auszubauen. 
Für den Immobilienausschuss berichtete Pastor i.R. Anneus Buisman. Er nannte die Mitglieder des Ausschusses, stellte Richtlinien und Vorgehensweise bei der Vergabe der finanziellen Mittel vor. Im Blick auf die Pfarrstellenbesetzung stehe auch dieser Ausschuss vor einer großen Herausforderung. „Damit wir Stellen besetzen können, müssen auch die Pfarrhäuser attraktiv sein.“ 
Pastor Jörg Janköster, Friedeburg, sprach für den Schul- und Jugendausschusses. Aufgabe sei die Förderung der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie der schulnahen Jugendarbeit. In den Jahren 2013-2018 sei die Neuaufstellung der Leitung der Jugendbildungsstätte Asel gut gelungen. Erfolgreich waren auch eine Beratung von drei Kirchengemeinden im Bereich der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und das Modellprojekt „Regionaler Konfirmandentag der Region Südkreis Asel“. Für die neue Wahlperiode des KKT (2018-2024) wünscht sich der Ausschuss eine Stärkung der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen vor Ort, eine Vernetzung innerhalb des Kirchenkreises und eine Aufstockung der finanziellen Förderung dieser Arbeit. Denn: „Kinder und Jugendliche sind schon heute ein Schatz unserer Kirche!“ so Janköster.
„Erreichte Ziele sind in unserer Arbeit schwer messbar“, so eröffnete Christian Cordes, Esens, den Bericht des Diakonieausschusses. Der Ausschuss aktualisiert immer wieder die Grundstandards, um den Aufgaben, die diesen Arbeitsbereich betreffen gerecht zu werden.

Als weitere wichtige Beschlussvorlage legte der Finanz- und Stellenplanungsausschuss dem KKT einen Vorschlag zur Verwendung der Sonderzuwendungen der Landeskirche vor. Der KKT stimmte zu, einen Teil direkt an die Kirchengemeinden weiterzugeben, den Großteil aber in die Rücklagen fließen zu lassen. Neese: „Gelder, die dort entnommen werden mussten, werden so wieder ausgeglichen, und wir bleiben für die nahe Zukunft gut aufgestellt.“