Große Freude kurz vor Weihnachten
„Die ersten Gäste waren bereits gegen 15 Uhr da. Da waren wir noch gar nicht mit dem Aufbau fertig!“ erzählt Hilke Rodenbäck aus Werdum lachend. Am Mittwoch vor dem 1. Advent wurde der Hof Rodenbäck wieder zu einem Ort der Begegnung und des Wiedersehens in gemütlicher Atmosphäre. Was 2017 klein begann, zieht inzwischen als „Adventszauber“ alljährlich immer mehr Gäste von nah und fern an.
Was zum Verkauf angeboten wird, erstellen Hilke Rodenbäck und Christa Behrens zusammen mit einer kleinen Gruppe von kreativen Frauen. Die Adventsgestecke und -kränze erfreuen sich ganz besonderer Beliebtheit. Auch kulinarisch werden die Besucher bestens versorgt. In kleinerer Form hat Behrens die Idee mit nach Stedesdorf genommen. Zu einem „Adventsglühen“ laden sie und ihr Mann am Montag nach dem 1. Advent zu sich ein und erleben jedes Jahr ein gemütliches Miteinander mit Nachbarn und Freunden an der Feuertonne.
Was die zwei Frauen mit ihrem Team und allen Helfern zu diesem Angebot motiviert, ist die Not von Menschen, die viele nicht kennen. „Wir wissen, was es für Menschen bedeutet, wenn plötzlich eine Krebsdiagnose den Alltag komplett verändert. Da ist Hilfe und Verständnis so nötig!“ Darum unterstützen sie mit dem finanziellen Gewinn aus dem „Adventszauber“ und „Adventsglühen“ seit Jahren die psychoonkologische Beratung des Diakonischen Werkes Wittmund (DW). „Das wissen auch alle, die kommen“, so Behrens. „Oft runden sie die Summe auf oder fragen nach der Spendendose. Und Bratwurst, Punsch und Glühwein schmecken noch viel besser, wenn das Geld für einen guten Zweck ist.“
Das Angebot der psychoonkologischen Beratung beim Diakonischen Werk in Wittmund gibt es seit 2006 und „der Bedarf nimmt weiter zu“, so Lars Remmers, der Leiter des DW. Gemeinsam mit Eva Hadem, Superintendentin des Kirchenkreises Harlingerland, freute er sich am 15. Dezember über den Empfang der Spenden in Höhe von 1.500 Euro vom „Adventszauber“ und 655 Euro vom „Adventsglühen“. Hadem: „Wir danken Ihnen ganz herzlich. Es ist einfach großartig, was Sie auf die Beine stellen, und damit diese so wichtige Arbeit in unserem Kirchenkreis großzügig unterstützen, freut mich sehr.“